Ausgenommen denkmalgeschützter Objekte, gibt es bisher keine systematische Erfassung der Flur- und Kleindenkmäler für das Ammerseegebiet. Anfang des Jahres 2019 hat sich unser Verein „Kulturlandschaft Ammersee-Lech e.V. daher entschieden, sich diesem Thema zu widmen, mit dem Ziel die Wegkreuze und Marterl, die das oberbayerischen Landschaftsbild prägen, für unsere Region zu dokumentieren. Dies kann nur in Stufen erfolgen. Deswegen werden im ersten Schritt Flurdenkmäler (Flur- oder Wegkreuze, Bildstöcke und Marterl) in der freien Flur und innerhalb der Ortschaften der Ammerseegemeinden Dießen, Schondorf und Utting mit den dazugehörigen Ortsteilen erfasst und veröffentlicht. Weitere Hefte werden zu den anderen Orten folgen.

 

                      Liedertafel 1 P6308776        P5088687

                     Liedertafel - Kreuz Utting                                                                                                                         Lacherhof Utting

Ursprünglich, oft aus religiösen Motiven errichtet, gehören sie als Kulturelement zur bayerischen Landschaft. Das Kreuz als Kruzifix gestaltet ist in katholisch geprägten Gegenden, so auch in unserer Region, verbreitet und doch sehr unterschiedlich in seiner Darstellung. Wir finden es mit oder ohne Überdachung, manchmal mit einer schützenden Rückwand. Es wurde unter Verwendung verschiedener Materialien, wie zum Beispiel Stein, Metall oder Holz gestaltet und meist umrahmt von zwei Bäumen. Jedes hat in der Umgebung, in das es sich harmonisch eingliedert, seinen eigenen Charme und verändert sein Aussehen im Laufe der Jahreszeiten.

Der Grund für die Errichtung der Flurdenkmäler ist heute leider oft nicht mehr bekannt. Oft wurden sie von den Gläubigen aus Dank für ein eingetretenes Ereignis (z.B. Kinder kamen heil aus dem Krieg zurück) in Erinnerung an zu früh Verstorbene oder als Fürbitte zum Schutz der Flur aufgestellt. Das Andenken dieser Flurdenkmäler wird meist von Angehörigen oder Freiwilligen wachgehalten, die diese Denkmäler pflegen und mit Blumenschmuck ausgestattet- oft obwohl ihnen der Anlass für die Aufstellung nicht bekannt ist. Viele wurden im Rahmen von Flurbereinigung oder Baumaßnahmen entfernt oder versetzt und somit aus ihrem ursprünglichen historischen Zusammenhang gerissen.

 

Wir wollen Sie mit unserem Projekt einladen, die Vielfalt der Flurdenkmäler in unserer Region zu entdecken und an der Dokumentation mitzuarbeiten. Damit werden auch die Erinnerungen an die oft auch schicksalhaften Ereignisse, die zur Errichtung geführt haben, wachgehalten und dadurch auch die Geschichte unserer Region zugänglich gemacht.Wir rufen Sie auf, uns religiöse Kleindenkmäler zu dokumentieren und uns zur Verfügung zu stellen. Diese werden dann in den geplanten Schriften – selbstverständlich unter Quellenangabe – veröffentlicht. Wenn wir auch zuerst die Ammersee - Gemeinden beginnen, sammeln wir schon jetzt auch Dokumentationen zu den anderen Orten unserer Region.

Das Projekt wird von Frau Sabine Pfannenberg und Herrn Jürgen Bruchhaus betreut. Sie können sie unter folgender E-Mail Adresse erreichen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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