(Dr. Peter Kalus)

Von etwa einem Dutzend Teilnehmern wurde am 19.5.2018 die Stadt und die Umgebung von Blaubeuren besucht. Vor der Führung im urgeschichtlichen Museum war noch Zeit für einen Rundgang in der hübschen und betriebsamen Altstadt.

 

Im Museum wird auf 3000 Quadratmetern die zentrale Rolle der Schwäbischen Alb bei der Entwicklung des modernen Menschen in Europa aufgezeigt. Die Dauerausstellung umfasst zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss werden die Besucher in mehreren Räumen mittels Experimentierstationen, Medienwänden und taktilem Erleben in die Lebenswelt des eiszeitlichen Menschen, beginnend beim Neandertaler, eingeführt. Die Themenräume im Obergeschoss sind dem ersten Auftreten der Kunst weltweit und dem vermuteten geistigen Hintergrund dieser Artefakte gewidmet. Fauna und Flora der Schwäbischen Alb in der Steinzeit werden ebenso vorgestellt wie die regionalen Umstände des Eiszeitalters.

Hauptanziehungspunkte des Museums sind die sog. Venus von Hohlefeld, eine etwa 6 cm große aus Mammutelfenbein geschnitzte Figur, die auf ein Alter von 35.000 bis 40.000 Jahren geschätzt wird. Daneben der sog. etwa 28.000 Jahre alte Phallus von Schelklingen. Interessant sind auch die Nachbildungen von altsteinzeitlichen Flöten aus Vogelknochen, die man aus Bruchstücken rekonstruierte und deren Klang man per Knopfdruck abrufen kann.

(Bilder der Venus und des Phallus mit freundlicher Genehmigung des urgeschichtlichen Museums Blaubeuren)

Nach dem Mittagessen besuchte die Gruppe die „Hohle Fels“ genannte Höhle im Achtal bei Schelklingen, eine der größten Höhlen der Alb mit einem Rauminhalt von ca. 6.000 Kubikmetern in der immer noch ausgegraben wird. Sie birgt einen überaus reichen Fundschatz aus mehreren Epochen der Altsteinzeit, z. B. die oben erwähnte Venusfigurine. Die Höhle ist Bestandteil des Weltkulturerbes „Höhlen in der Schwäbischen Alb“.

Anschließend konnte das Kloster Blaubeuren besichtigt werden und das Badhaus des Klosters mit dem Heimatmuseum, in dem besonders die Wandmalereien im Stil der Renaissance bemerkenswert sind. Auch der neben dem Kloster entspringende Blautopf mit seiner faszinierenden azurblauen Färbung verdiente einen Rundgang.

Alle Teilnehmer bestätigten, einen informativen Einblick in unsere Heimatgeschichte erhalten zu haben.

Bilder J. Bruchhaus

 

 

 

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