Am 14.3..2019 treffen wir uns um 19.00 im Gasthof Zur Post in Pestenacker zu unserem nächsten Stammtisch. Vorher besuchen wir um 17.30 die Unesco Welterbesätte " Pfahbauten im Alpenraum" in Pestenacker. Dr. Ernst Rieber, der Vorsitzende des Trägervereins, führt uns durch das Museum und berichtet vom  Leben in der Steinzeit in unserer Region . In der nachfolgenden Zusammenkunft im Gasthaus Zur Post in Pestenacker werden wir über das Wirken des Deutschen Ritterordens in Weil und über das Projekt "Religiöse Flurdenkmäler sprechen. Gäste sind herzlich willkommen. Achtung ursprünglicher Termin verlegt!!

 

 

 

 

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Bei unserem letzten Vereinstreffen am 14. März 2019 im Gasthof „Zur Post“ in Pestenacker trafen wir uns vorher zu einem ganz besonderem Rundgang durch die Weltkulturerbestätte. Unser Vereinsmitglied und Vorsitzender des Trägervereins „Prähistorische Siedlung Pestenacker e.V.“ Dr. Ernst Rieber berichtete in einem spannenden Vortrag über die Ausgrabungsfunde sowie über das Leben und die Arbeit in der jungsteinzeitlichen Siedlung. Zu unserer Gruppe von Vereinsmitgliedern gesellte sich kurzzeitig auch Bürgermeister Christian Bolz hinzu und begrüßte uns im Namen der Gemeinde Weil.
 
Die Siedlung von Pestenacker liegt in der feuchten Niederung des Loosbachs. Auf rund 70 x 45 m Fläche haben sich dort - konserviert im Grundwasser - zahlreiche feuchtbodentypische Befunde erhalten. Im Zuge einer Begradigung des Bachbettes stieß man 1934 auf die ersten prähistorischen Holzbefunde. (1)
 
Eindrucksvoll schilderte uns Dr. Rieber in seinem Vortrag die schon in frühester Zeit von Menschen entwickelten handwerklichen Fähigkeiten in der Werkzeugherstellung sowie in der Anfertigung von Waffen und Alltagsgegenständen. Fundstücke wie Metallspitzen, behauene Steinäxte, Schneidwerkzeuge verschiedenster Art oder Feuersteine konnten wir in die Hand nehmen und aus nächster Nähe anschauen. Zu den Exponaten gehörte dann auch so ein exotisches Fundstück wie die Versteinerung eines Reißzahnes des ausgestorbenen Säbelzahntigers. Beeindruckend aus heutiger Sicht sind die offensichtlich schon damals vorhandenen Handelswege über den Europäischen und Nordafrikanischen Kontinent, die man aufgrund der Funde vermutet.
  
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Im Ausstellungsraum, der dankenswerterweise durch zwei aufgestellte Heizstrahler etwas gegenüber der doch noch kalten Außentemperatur gewärmt wurde, fanden sich dann noch viele erklärende Informationstafeln und Modelle. So z.B. auch eine Rekonstruktion eines neolithischen Spitzhutes aus der Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. Das Original wurde in Pestenacker gefunden und zählt zu den ältesten bekannten Textilien Bayerns. Es war aus Leinen geflochten, mit wasserabweisenden Streifen aus Eichenbast besetzt und an der Spitze mit Leder zusammengefasst. (1)
 
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Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Rieber für die individuell gestaltete Führung durch die Ausstellung.
Verweise
1. https://www.unesco-pfahlbauten.org/welterbe-pfahlbauten/bayern/pestenacker/. Unesco Welterbe Pfahlbauten. https://www.unesco-pfahlbauten.org/welterbe-pfahlbauten/bayern/pestenacker/. [Online] [Zitat vom: 26. 03 2019.]
 
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